Donnerstag, 3. August 2017

Neunte Etappe: Harzer Schmalspurbahnen (0 km)

Der letzte Urlaubstag führte uns zu Fuß vom Hotel an den Bahnhof. Der Spaziergang durch die Altstadt war sehr schön, Wernigerode ist eine alte Stadt mit viel Fachwerk und alten Kirchen sowie sogar einem Schloss, welches dem Hotel Schlossblick seinen Namen gab. Am Ende des Tages sollte der Ali tatsächlich nicht auch nur einen Meter bewegt worden sein.





Am Bahnhof angekommen, wurden sogleich die Tickets für die heutige Fahrt gelöst. Die Kinder, da alle unter sechs Jahren, fuhren kostenlos, für uns Erwachsenen haben wir bis Drei Annen Hohne und zurück gebucht. Es gibt hier keinen Einheitstarif, die Ticketpreise variieren sehr flexibel je nach gewünschter Strecke. Die Tour auf den Brocken hatten wir letztes Jahr schon einmal gemacht, ich fand sie im Vergleich mit über 40 Euro pro Person unverhältnismäßig teuer. Wer auf den Brocken-Ausblick verzichten kann (also wirklich nur wegen der Dampfzüge ein Ticket löst), ist meiner Ansicht nach mit einem Ticket z. B. bis nach Schierke besser bedient.

Die Fahrt heute dauerte eine knappe Dreiviertelstunde hin (da bergauf) und eine gute halbe Stunde zurück (da bergab). Unterwegs wurde über Lautsprecher allerlei Wissenswertes über die unmittelbare Umgebung durchgegeben, was sehr kurzweilig war.




 

Zugbegegnung in Drei Annen Hohne

An dieser Stelle sei vorab die Bewertung eingebaut: für kleine Dampfeisenbahn-Freunde ist die Aussichtsplattform überhaupt DER Bringer. Hier wurden bereits wortwörtlich Stunden damit verbracht, die Loks aus dem Lokschuppen über die Drehscheibe zum Bekohlungskran und wieder zurück zu beobachten. Die Sicht auf das Material ist super und das Personal sehr auskunftsfreudig. Leider ist die Preispolitik sehr ambitioniert, dennoch sind die 5 Sterne angemessen.

Wieder am Bahnhof angekommen wurde das rege Treiben am Betriebswerk noch ausführlich betrachtet, bevor wir uns Richtung historischer Innenstadt aufmachten.

Dort wurde noch mit der Wernigeröder Bimmelbahn gefahren, einer Spaßbahn, die auf der Straße fährt. Die Route führte uns hoch zum Schloss und sogleich auch wieder herunter. Auch hier wurde über die Lautsprecher allerlei Wissenswertes durchgegeben.

Vor dem Abendessen, welches uns wieder in das spanische Lokal Bodega führen sollte, saßen wir bei schönestem Sommerwetter am Marktplatz und tranken Apfelschorle, Limo, Spezi und Cappucino. Das Essen war wie gestern hervorragend, anschließend gab es noch eine Kugel Eis aus der Waffel zum Urlaubsende. Morgen geht es wieder zurück.

Trivia Harzer Schmalspurbahn
Spurweite 1.000 mm
Streckenlänge 140 km (total)
Vmax 40 km/h (Harzbulle)
Fahrtzeit hin & zurück total* ca. 75 Minuten
Bewertung 5 Sterne

* bei der gebuchten Fahrt

Mittwoch, 2. August 2017

Achte Etappe: Hof Kranichstein - Hotel Schlossblick (520 km)

Es geht wieder dramatisch in Richtung Süden. Krümels Schlafphase begann um kurz nach acht, dementsprechend hektisch war das Beladen des Familienbombers und ab auf die Autobahn.

Wernigerode hat viel mehr zu bieten als die Aussichtsplattform, aber wegen eben jener waren wir ja überhaupt erst hier. Also bitteschön:





Gegen fünf wurde aufgrund eines Tipps vom Hotelpersonal das spanische Lokal "Bodega" (Google: 4,5 Sterne) in Fußreichweite zum Hotel aufgesucht und wir waren mehr als begeistert. Das Essen war top, der Service war oberhalb jeglicher Erwartungen, so haben wir diesen sehr schönen Urlaubstag in vollen Zügen genossen.

Dienstag, 1. August 2017

Siebte Etappe: Rasender Roland (30 km)

Die Unterkunft wurde bewusst in der Nähe des Rasenden Roland gewählt, nach dem Frühstück ging es auch schon direkt los. Vor Ort am Startbahnhof Putbus musste ich sogleich Zeuge und Darsteller eines bizarren, gar kafkaesken Schauspiels werden, da ich den Ali zunächst auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abgestellt hatte und parallel zum Parkplatz eine quasi unbenutzte, recht breite Nebenstraße verläuft, wo eine Frau ihr Auto abgestellt hatte:

Ich: "Guten Tag, wie lange kann man denn sein Auto dort abstellen, wo Sie Ihres abgestellt haben?
Sie: "Theoretisch bis heute Abend."
Ich: "Und das kostet dort nichts, oder?"
Sie: "Nein, das kostet nichts. Aber Sie stehen ja mit Ihrem Auto gut da, wo Sie stehen."
Ich: "Aber mein Parkplatz ist doch kostenpflichtig, oder?"
Sie: "Ja, aber es kostet nur vier Euro bis heute Abend, das ist doch günstig! Sehen Sie, die Touristen parken hier immer die Straße voll, ich arbeite hier und kann mir keine vier Euro Parkgebühren am Tag leisten!"

Auf deutsch: "Du Touri-Assi hast Geld genug, Du zahlst gefälligst fürs Parken und lässt die kostenlosen uns armen, armen Einheimischen!" Ehrensache, dass ich den Ali nochmals umgeparkt habe.




Besonders interessant: Kreuzung von Normal- und Schmalspur


 


 

Nach ungefähr 2,5 Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt zurück. Direkt am Bahnhof gibt es einen Italiener ("Rosenhof"), wo zwanzig Sekunden Recherche im Internet uns schnell davon abgebracht haben, diesen aufzusuchen (Google-Bewertung: 3,0 Sterne).

Stattdessen haben wir die fünf Minuten Fahrt zur "Jägerhütte Putbus" (4,7 Sterne, Platz 1 der Empfehlungen für Putbus auf Tripadvisor) auf uns genommen, hier war das Essen schwerst okay und die Wirtin supernett. Bis wir fertig mit Essen waren, war es bereits 15 Uhr. Auf dem Heimweg noch einen örtlichen "Famila"-Supermarkt mit ordentlich Lokalkolorit aufgesucht und bis wir wieder zurück im Appartement waren, war vier Uhr am Nachmittag.

Für eine 5-Sterne-Bewertung hat mir ein wenig das "besondere Etwas" gefehlt, obwohl rein nüchtern alles für eine sehr schöne Fahrt vorhanden war. Es war ein tolles Erlebnis und die 4 Sterne sind mehr als verdient.

Trivia Rasender Roland
Spurweite 750 mm
Streckenlänge 24,1 km
Vmax 30 km/h
Fahrtzeit hin & zurück total ca. 3:00 Stunden
Bewertung 4 Sterne