Am heutigen 1. Mai wurde die Sauschwänzle-Bahn im Schwarzwald besucht, da sie einerseits sehr positiv bewertet wird und sich andererseits gerade noch als Ziel für einen Tagesausflug eignet.
Der Fahrplan sah für diesen Tag zwei Fahrten vor, eine vormittags, eine nachmittags, und nach ein wenig Diskussion und Überlegungen entschieden wir uns für die Vormittags-Fahrt, welche um 10:10 Uhr ab Blumberg losgehen würde.
Um ca. 7:20 Uhr saßen alle pünktlich im Auto. Die Fahrt dauerte insgesamt etwas mehr als die veranschlagten zwei Stunden, sodass wir rechtzeitig vor Ort waren. Die Schlange am Fahrkarten-Schalter brachte uns nochmals etwas mehr als eine Viertelstunde Wartezeit ein, sodass es zeitlich ziemlich genau passte.
Der erste Eindruck vor Ort war sehr positiv: Direkt am Kreisverkehr ist der Bahnhof, der Zug war bereits abfahrbereit eingereiht und nicht zu übersehen. Eine ausrangierte alte Köf wies den Weg zum Parkplatz, auch das angeschlossene Bahnmuseum sowie der Bahnshop sind untrügliche Indizien, dass man sich nicht verfahren hat. Außerdem ist alles sehr gut ausgeschildert und dank des einheitlichen Designs der Hinweise sehr schnell zu finden.
Das Verkaufspersonal war wie alle anderen Mitarbeiter angenehm höflich und zuvorkommend und die gekaufte Fahrkarte sieht toll aus, ein schönes Souvenir. Etwas irritierend fand ich die feste Vergabe von Sitzplätzen im überwiegend leeren Zug, macht aber sicher Sinn an Tagen, an denen viel los ist.
Die Lokomotive ist ein Vierkuppler der Baureihe 86, sie läuft unter der internen Betriebsnummer 262. Die Waggons waren teils alte dreiachsige Umbauwagens, teils vierachsige Stahlwagen, zumindest soweit ich das sehen konnte. Die Polsterung war original, sprich in die Jahre gekommen. Die Sauberkeit.. eine Dampflok produziert naturgemäß Emissionen und von CO2-Neutralität kann nicht die Rede sein, das macht ja einen Gutteil des Charmes aus. Jedoch finde ich, dass die Waggons auch unter Berücksichtigung dieser Umstände gerne etwas sauberer sein durften.
Die Fahrt an sich war ganz nett, unterwegs wurden aus dem (etwas krächzenden) Lautsprecher interessante Fakten zur Bahn abgespielt. An den Haltepunkten konnte man nicht aussteigen, dafür war der Aufenthalt stets zu kurz. Alles in allem war es ganz nett, leider konnte der sehr gute erste Eindruck nicht gefestigt werden und es fehlte ein wenig der Charme. Die insgesamt viereinhalb Stunden Reisezeit haben sich leider nicht restlos gelohnt.
| Trivia Sauschwänzlebahn |
| Spurweite |
1.435 mm |
| Streckenlänge |
ca. 26 km |
| Vmax |
50 km/h |
| Fahrtzeit hin & zurück total |
ca. 90 Minuten |
| Bewertung |
3 Sterne |