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Montag, 31. Juli 2017

Sechste Etappe: Molli-Bahn - Baumwipfelpfad Binz - Hof Kranichstein (249 km)

Das Frühstück hatten wir kurzfristig und kurzerhand im Hotel zugebucht, im Auto saßen wir wieder irgendwann kurz nach neun Uhr morgens. Erstes Ziel war die Molli-Bahn, genauer gesagt der Start- und Endbahnhof Bad Kühlungsborn West. Diesen erreichten wir eine Dreiviertelstunde später. Sogleich fiel das kleine Freilicht-Museum mit Signalen und einem kleinen Feldbahnzug positiv auf.


Überhaupt war hier der professionellere und kommerziellere Ansatz sofort sichtbar: wie der Kaffeebrenner am Vortag war die komplette Anlage top gepflegt, das Unternehmen sich aber gleichzeitig dem touristischen Auftrag verpflichtet, täglich Dampfloks vor die Züge zu spannen, was aufgrund des vermutlich zigfachen Etats aber auch um einiges leichter zu realisieren sein sollte. So oder so war heute jedenfalls die erste Fahrt mit einer Dampflok, was im hauseigenen Fanblock für große Begeisterung sorgte.

Hin- und Rückfahrt dauerten insgesamt knapp zwei Stunden, in Bad Doberan sind die Gleise größtenteils in die Straße verlegt, der Zug fährt also ähnlich wie eine Straßenbahn mitten durch die Stadt.



 


Die Endstation Bad Doberan hielt als besonderes Schmankerl das "Café Dampf" bereit, wo Würstchen stilecht auf einem Smoker in Lokomotiv-Form gegrillt wurden.

Der Hammer: Ein Smoker in Dampflok-Form!

Umsetzen in Bad Doberan
Zur Bewertung der Molli-Bahn: der Mehrzugbetrieb (auch unter der Woche), die sehr gepflegten Anlagen und das Freilichtmuseum machen einen sehr guten ersten Eindruck, welcher durch die Fahrt selbst und die sehr interessante Streckenführung (unter anderem durch die Innenstadt von Bad Doberan) noch verstärkt wird. Natürlich handelt es sich hier um eine rein kommerzielle Touristenbahn, aber uns hat dies in keinster Weise gestört - im Gegenteil. 5 Sterne!

Danach ging es aufgrund eines Tipps von Onkel Paul zum Baumwipfelpfad in Binz. Hier handelt es sich um spiralförmige Türme, welche man zu Fuß auf einem Boden aus Holzplanken erklimmen kann, wobei der Hauptturm satte 40 Meter in die Höhe ragt. Insgesamt befindet man sich dann ungefähr 80 Meter über dem Meer mit einem sagenhaften Ausblick.

Mich fasziniert dabei immer das Rätsel, wie solche Riesenbauwerke wohl errichtet werden. Gestützt wird die Konstruktion durch zwölf Holzsäulen, die mit Stahl verstärkt werden. Die beiden Großen waren jedenfalls Feuer und Flamme und erklammen den Turm fast im Sprint, der Abstieg wurde nicht weniger rasant gemeistert.






Modell des Hauptturms

Trivia Molli-Bahn
Spurweite 750 mm
Streckenlänge 15,4 km
Vmax 40 km/h
Fahrtzeit hin & zurück total 1:50 Stunden
Bewertung 5 Sterne